Galgo am Brasselsberg

 

Erfahrung Tierheim

Im Herbst 1992 besuchten wir das Tierheim in unserer Stadt mit der recht unbestimmten Idee, uns nach einem vierbeinigen Begleiter umzuschauen. Ehrlich gesagt, hatten wir bis dato noch keine Erfahrung mit Hunden, waren aber in dem Glauben, dass das alles ja nicht so schwer sein könnte... Den ersten Eindruck damals beim Betreten des Geländes werden wir wohl nicht vergessen. Wir wollen bestimmt nicht den guten Willen und das Engagement der Institution in Frage stellen, aber wir empfanden die Situation der Tiere als mehr als entwürdigend. Noch einigermaßen schockiert von der enormen Geräuschkulisse blieben wir spontan bei einem Zwinger mit zwei schwarzen Gestalten, die nach Körperbau und Ausdruck vermutlich zu Windhunden zu zählen waren.

Psyche und Plejade

Wir nahmen uns Zeit die Tiere zu beobachten. Ich selbst ging in den Zwinger und setzte mich ruhig auf den Boden. Es dauerte nicht lange und die Hunde näherten sich, erst vorsichtig – doch dann steckte einer von ihnen seinen Kopf in meine Jacke – damit hatten sie mich gewonnen. Diese spontane Geste sagte mir: Hol uns hier raus! Lange Rede kurzer Sinn – wir nahmen beide Tiere mit nach Hause. Leider hatten wir keinerlei Informationen über Herkunft und Rasse der Tiere erhalten. Angeblich waren die Unterlagen verschwunden. Lediglich die Namen der Tiere waren bekannt: Psyche und Plejade.

 

Psyche und Plejade
Greyhound

So auf uns selbst gestellt begannen wir uns zu informieren und suchten Kontakt zu dem Deutschen Windhundverband und zu Züchtern. Wir stellten die Tiere vor, und nach einigen Expertenzweifeln – die Expertisen reichten von Galgo über Whippet zu Greyhound – erhielten die Hunde eine Eintragung als Greyhound. Psyche und Plejade begleiteten uns viele Jahre als treue Freunde. Wir lernten viel von Ihnen und werden sie nicht vergessen. Psyche starb im Herbst 2006, Plejade im Frühjahr 2007.

 

Der General

Auf unseren Exkursionen in der deutschen Windhund-Welt trafen wir 1993 auch auf das Züchterpaar Nau / Riepke. Hier lernten wir eine für uns noch neue Rasse der Windhunde kennen: den Galgo Espanol. Einen bleibenden Eindruck hinterlies ein junger Rüde mit Namen „General“. Sein Ausdruck, mehr noch seine Erscheinung war einzigartig - auf der einen Seite eine lässige Distanziertheit, auf der anderen Seite absolute Aufmerksamkeit. Nun nach den Jahren hatten wir begonnen die Fährte des General wieder aufzunehmen. Er hatte inzwischen eine reiche Nachkommenschaft, mehr noch, sein Rassetyp wurde auch Vorbild für weitere Züchtungen.

>> Bilder unseres Besuches 1993

Nach einigen Nachforschungen und Kontakten zu den europäischen Züchtern gab es im Dezember 2007 endlich die ersehnte Nachricht: „Kennel-Paramour“, Eva-Mari Lindstroem in Schweden hatte einen Wurf gemeldet. Damit beginnt die Geschichte von Dylan, dem Galgo am Brasselsberg.

Plejade in ihrem Element